Man streicht mit Kunstharzlack, Nitrolack oder 2-Komponentenlack (2K-Lack), um Holz, Parkett oder Metall zu schützen, und der Farbroller oder der Arbeitshandschuh schmilzt, löst sich auf oder fusselt.
Schaumstoff-Farbwalzen müssen aus sehr feinporigem Material sein, das ausdrücklich als Lösemittel-geeignet gekennzeichnet ist. Bei Farbwalzen mit Textilbezug sollte der aus Polyamid (Nylon ist ein Markenname) oder Polyester sein. Polyacryl (Webplüsch), aus dem meistens die Heizkörperroller oder sogenannten Mäuschen sind, löst sich auf. Außerdem geeignet ist echtes Mohair-Velours oder Mohair-Imitationen aus Polyamid. Mohair-Attrappen aus Polyacryl lösen sich auf und sind ungeeignet. Geeignete Handschuhe sind aus Nitril (Einmalhandschuhe aus der Drogerie) oder Neopren.
Die Lösungsmittel sind der chemischen Zusammensetzung von einfachem Schaumstoff und Acryl sehr ähnlich. Sie dringen in den Belag ein und lösen seine Struktur auf.
Lösemittel sind nötig, um Farbpigmente und deckendes Material für die Verarbeitung flüssig zu halten; sonst könnte man nicht streichen bzw. den Lack auftragen. Nach dem Auftragen verflüchtigen sich die Lösemittel. Anders gesagt: das Streichmittel trocknet.
In den oben beschriebenen Lacken sind als Lösemittel enthalten Kohlenwasserstoffe wie Testbenzin, Terpentinersatz, Xylol, Toluol, Aceton, Estern und Ketonen.
Für Wandfarben (Dispersion), Acryllacke und wasserbasierte Lacke ist Wasser das Lösemittel und natürlich völlig problemlos.
Aceton
Terpentinersatz
Nitro-Universalverdünnung
Brennspiritus
Waschbenzin
Petroleum
Abbeizer
Klebstoffentferner
Pinselreiniger
Mit diesen Mitteln testen wir regelmäßig unsere Walzen und Pinsel.
